Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Falls ihr es noch nicht hier gelesen habt: das Abenteuer-Blog ist umgezogen, ihr findet uns jetzt unter folgender Adresse – http://abenteuer-blog.de/

Doch damit nicht genug, wir sind jetzt auch über Facebook und Twitter erreichbar, details findet ihr unter beiden links. Außerdem suchen wir im zuge der allgemeinen wiederbelebung und umgestaltung auch leute, die sich gerne beim AB einbringen möchten, auch hier gibt’s details unter den genannten Adressen. Weitere Informationen bezüglich unserer Pläne gibt es dann die tage.

… ein Gastbeitrag von serafin

Zum Geleit:
Da ich kein eigenes Blog mehr habe, bzw. das Abenteuer-Blog ein Gemeinschaftsprojekt ist, welches nicht für Theorie- und Meinungsbeiträge gedacht ist, schreibe ich nun Gastbeiträge.

Dies geschieht eher unregelmässig und nur dann, wenn ich der Meinung bin, was zu sagen zu haben oder Frust ablassen zu müssen.

Ich beschränke mich dabei nicht auf ein bestimmtes Blog, denn ich erachte es als sehr wichtig, dass die Blogszene mehr zusammenarbeitet und sich vernetzt. Und dazu gehören nunmal auch Gastbeiträge.


Es war einmal in einem weiten Netz ohne Grenzen…

Die deutsche Forenlandschaft blüht und gedeiht, man erfreut sich eines regen Erfahrungs- und Gedankenaustausches und ganz Allgemein profitiert man von vielen verschiedenen Meinungen von vielen verschiedenen Menschen mit vielen verschiedenen Erkenntnissen. Dabei wird rücksichtsvoll und den Regeln des Anstandes entsprechend miteinander kommuniziert und alle fühlen sich wohl.

Und da wo das so ist, da sagen sich Fuchs und Gans abends gute Nacht, während der Wolf dem Rotkäpchen die Gute-Nacht-Geschichte vorliest. Nicht umsonst fängt obiges Märchen mit “Es war einmal…” an – so wie alle guten Märchen.

NEIN, dieser Beitrag hat keinen akuten Anlass – nur um jeglichen Spekulationen vorzugreifen.
JA, du bist gemeint, liebes Blutschwerter-Forum, genauso wie du, oh Tanelorn. Und auch die wenigen anderen größeren Foren neben euch. Ja ihr da hinten, die ihr euch da im Schatten rumdrückt.

Wenn man sich die deutsche Forenlandschaft so betrachtet, merkt man eine immer stärker zu Tage tretende Stagnation. Und diese, so meine Meinung, ist selbst verschuldet!

“Ja, aber…” höre ich schon wieder unken. Nix “ja, aber…” – Facebook, Twitter und Co. haben damit genausowenig zu tun, wie WoW oder steigende Stromkosten. Die Schuld liegt in den Foren selbst. Ich weiß wovon ich spreche, war ich doch jahrelang selbst Moderator bei den Blutschwertern. Ein streitbarer Moderator gar, sowohl nach aussen als auch nach innen. Darüber, dass sich die Aussenwahrnehmung meiner Person als Moderator von der tatsächlichen Sachlage ziemlich unterschied, werde ich hier nicht groß philosophieren – das ist ein Thema, welches man bestenfalls privat bei einem guten Essen und dem dazugehörenden guten Schluck bespricht…

Die Ursache für die immer mehr zu großen Steinzeit-Chat-Ersatz werdenden Forendinosaurier ohne neue Inhalte und mit immer der gleichen Mischpoke ist der Klimawandel. Ja, richtig gehört, der Klimawandel!

“Der Klimawandel ist die wichtigste globale Herausforderung unserer Zeit!” sagte schon Sigmar Gabriel. Und wo er Recht hat, hat er Recht. Bevor ihr euch weiter fragt, ob ich nicht mehr alle beisammen habe vielleicht eine kurze Erklärung was ich meine.

Wenn ich von “Klimawandel” spreche, dann meine ich nicht den süßen Polarbären, der bald kein Eis mehr hat, sondern die Umgangsformen und den Tonfall innerhalb der Rollenspielforen – das Forenklima also.

Sehen wir uns doch mal den gewünschten “Soll”-Zustand eines dieser Foren an.

So schreibt das TANELORN in seinen Forenregeln folgendes:

Die Redaktion erwartet, dass im Forum sachlich und konstruktiv über Themen diskutiert wird
und die Benutzer freundlich und höflich miteinander umgehen!
Wir möchten darum bitten das Eskalationen in Diskussionen vermieden werden!
[…]
Die Beiträge anderer sollten daher grundsätzlich wohlwollend und positiv interpretiert werden!

Und was schreibt das Blutschwerter-Forum?

B! ist ein Projekt zur Förderung von phantastischen Spielen und Medien, insbesondere von Rollenspielen. In diesem Segment möchte B! ein ansprechendes, einladendes und attraktives Angebot an das Hobby sein und damit einen Wachstumskurs fahren.

[…]

Achtet daher bitte auf euren Ton. Beleidigungen, Unterstellungen und andere persönliche Angriffe sind zu unterlassen.

Und, wer alles hier ist der Meinung, dass das so auch umgesetzt wird? Eben. Und nein, der bucklige Kerl ohne Haare da hinten kriegt auch kein Freibier wenn er den Arm nach oben streckt, die dazu gehörige Veranstaltung ist in einem anderen Dungeon.

Aber warum ist das so? Ich denke, da spielen hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) zwei Faktoren eine Rolle.

Die eine Sache ist die mit der Zeit gewachsene Foren-Comunity an Alt-/Viel-Usern. Diese User haben mit der Zeit einige ganz eigene “Forenregeln” aufgestellt – wenn auch nicht bewusst, sondern einfach weil diese mit der Zeit so gewachsen sind.

Das ist an sich kein Problem, ganz im Gegenteil sogar notwendig, damit eine Gemeinschaft entsteht und besteht. Der Nachteil, wie immer in solchen Situationen ist die Einstiegshürde. Benutzer, welche noch nicht so lange dabei sind werden mitunter nicht so ernst genommen wie die alten Hasen mit den drei- bis vierstelligen Beitragszählern. Auch wird von diesen, mal mehr und mal weniger penetrant, gefordert sich dem jeweiligen Usus vollkommen anzugleichen.

Das kann mitunter seltsame Blüten treiben und zudem auch eher schädlich sein. Denn ab einem gewissen Punkt des Festgefahren seins von Sitten und Gebräuchen kommt es zum Stillstand. Dem kann man nur entgegenwirken, indem man eine gesunde Mischung aus üblichen Umgangsformen und Gepflogenheiten sowie Offenheit gegenüber anderen Gewohnheiten und Neulingen aufrecht erhält. Hier ist ganz eindeutig jeder einzelne Nutzer gefragt, aber insbesondere die Forenleitung mit ihren Moderatoren. Und das ist bestimmt keine leichte Aufgabe.

Der zweite Punkt ist sogar noch wichtiger als der erste Punkt. Und das ist die schleichende, aber aktive Vergiftung des Forenklimas. Diese hat nämlich das stetige Abwandern guter User zur Folge. Und das passiert in der Regel leise und ohne Abschiedsworte. Den Leuten wird es irgendwann zu bunt, aber statt sich noch zusätzlich Streß zu machen gehen die meisten einfach (und haben damit auch Recht, dient das Forum ja dem Austausch und dem Gespräch über das Hobby, Arbeit und Streß hat man auch so genug). Und ein weiterer, nicht unerheblicher Teil an Usern zieht sich in einen kleinen Bereich des Forums zurück, wo man “unter sich” ist. Einen Bereich wo nur ein kleiner Teil der Comunity aktiv ist, und wo man somit dem “Mob” entflieht.

Was genau ich mit der schleichenden Vergiftung meine, darüber habe ich in Ansätzen auch schonmal etwas geschrieben. Der Vollständigkeit halber sei es hier nochmal nachzulesen.

Nachdem ich mal wieder ein paar “alte” Schriftstücke durchgegangen bin, fiel mein Blick auch auf eine Arbeit über Schopenhauer. Im Zuge dessen musste ich auch an die Schopenhauer’schen rhetorischen Kunstgriffe denken.

Erstaunlich, wie viel davon hier immer wieder zu beobachten ist. Wenn man so darüber nachdenkt, findet man so ziemlich jeden einzelnen “Kunstgriff” in den hiesigen Diskussionen. Und obwohl das Schriftstück Schopenhauers mit dem Titel “Eristische* Dialektik – Die Kunst Recht zu behalten” vom Autor selbst als ironisches Werk auf die Rhetorik gedacht war, scheinen viele hier die dortigen Techniken als einzige Wahrheit zu vertreten.

Und eben diese Wahrheit die in diesen Lehren steckt ist nichts anderes als die Suche nach Streit. Passive Aggressionen, die man auf andere ablädt. Streit geschickt heraufbeschwört und sich an dem Leiden und den Reaktionen der Betroffenen ergötzt.

[…]

Warum, frage ich mich, warum muss man in eine Gemeinschaft platzen und dort Stunk machen? Wozu den eigenen Frust auf diese schändliche Art und Weise abladen? Sind die hier angewandten Methoden nicht einfach nur eine verbale und eloquente Form dessen, was man immer wieder in Bars und Clubs erlebt – nämlich das sich jemand eine Schlägerei sucht? Denn nichts anderes ist das doch auch hier, eine Schlägerei, wenn auch verbal. Und dann noch mit unredlichen Mitteln, sozusagen das “Sand in die Augen werfen” und “mit der abgebrochenen Bierflasche zuschlagen” der verbalen Auseinandersetzung.

Und ebenso wie bei der Clubsituation der (zu Recht) aufgebrachte Betroffene nach draussen befördert wird, wenn ihm – ausserhalb des Blicks der Türsteher – der tatsächliche Aggressor den Whiskey ins Gesicht gekippt hat, so ist es auch hier immer wieder zu beobachten, dass die betroffenen (und zu Recht aufgebrachten) User Verwarnungen und Maulkörbe kassieren oder gar öffentlich blamiert werden, während die eigentlichen Aggressoren ungestraft von dannen ziehen. Lediglich etwas ärmer an Frust, dafür voller Freude über die geglückte Schandtat.

* = eristisch, abgeleitet von der Göttin Eris, der Göttin des Zorns und der Zwietracht. Eristrik ist die Lehre des Streitgesprächs

Leonie/Bad Horse sowie SeelenJägerTee aus dem Tanelorn haben diesbezüglich auch schon ein paar Worte dazu geäussert, welche das auch sehr gut erklären.

Passiv-aggressiv bezeichnet einen verbalen Angriffstil, der aus dem Hinterhalt kommt. Der mit Subtext und Subsubtext arbeitet und bei dem der Autor nicht auf irgendwelche konkreten Beleidigungen festzulegen ist, weil er ja eigentlich nur was nettes sagen wollte.

[…]

Es ist schwieriger, auf passiv-aggressives Verhalten zu reagieren, weil man vielleicht nicht mal genau den Finger drauf legen kann, was einen jetzt grad irgendwie gestört hat.

[…]

Einige Leute haben eine besserwisserische, spitzfindige Argumentationsweise mit der sie es vortrefflich beherrschen die Aussagen anderer Leute als Sachlich inkompetent darzustellen obwohl sie nur sprachlich nicht absolut wasserdicht waren.
(Obwohl eigentlich klar ist was gemeint ist.)
Und dabei auch noch so eine Art drauf haben, die dem Betroffenen klar macht, dass es nicht darum geht eine ungenaue Aussage zu präzisieren, sondern einfach die gesamte Aussage des anderen zu entwerten.

Aber man kann dann ja nicht sagen: der hat mich beleidigt.
Man kann ja auch keine Retourkutsche geben, weil einem der Andere ja sprachlich überlegen ist und jede Aussage im Mund (oder hier im Text) herumdrehen kann.

Es ist eine Kränkung, wenn einem die Sachkompetenz unterminiert wird, weil man nicht so eloquent ist wie der andere.
Außerdem ist man auf sprachlicher Ebene ohnmächtig, und ohnmächtig zu sein kann einen aggressiv machen.
Das einem dann mal der Kragen platz und man den anderen beileidigt kann ich verstehen. Einfach weil man den anderen ja nicht genauso behandeln kann wie er einen behandelt hat – dazu fehlt einem ja die Eloquenz.

[…]

Aber dem “Opfer” bleibt ja keine Möglichkeit sich zu wehren.
Die einzige Waffe die ihm bleibt ist das plumpe: “DU ARSCHLOCH!”

[…]

Eine Diskussion SOLLTE nicht deswegen gewonnen werden, weil ich die berechtigte Aussage meines Gegenübers durch rhetorische Wendungen nihilieren kann, sonder weil ich bessere ARGUMENTE habe.

Gerade zu letztem Satz sei noch hinzuzufügen, dass ich selbst als Moderator oftmals auch das Gefühl hatte, es geht überhaupt gar nicht drum zu gewinnen, sondern vielmehr darum dem Gegenüber seine Überlegenheit an Eloquenz zu demonstrieren. Machtgehabe.

Was die Folgen solchen Handelns für ein Forum sind, dürfte klar sein. Zum einen immer wieder aufschäumende Emotionen inklusvie kurzzeitger großer Verbaltiraden sowie eine unterschwellige, vergiftete Stimmung. Denn auch andere merken, hier läuft was schief – auch wenn sie genausowenig den Finger drauf legen können. De facto gehen jedoch mindestens genauso viele User aus Entsetzen, Unverständnis oder Abneigung gegen den herrschenden Tonfall als auch User gehen, weil man ihnen unterschwellig zu verstehen gibt, sie seien unfähig und unerwünscht.

Wenn wir uns jetzt mal die RPG-Forenlandschaft in Deutschland so betrachten, und dabei die obigen Dinge berücksichtigen, ist der schleichende Verfall schon stark zu spüren. Interessante Themen kommen nur noch selten – woher auch? Dafür wachsen Comunity-Spiele in unermeßliche Längen und die Breite des restlichen Forums ist großteils gefüllt mit Ego-Gehabe und Geprolle der überlebenden Platzhirsche.

Doch kommen wir nochmal zurück auf das Märchen am Anfang, die heile Forenwelt wo alles rund läuft. Dass es diese nicht gibt sollte jedem klar sein, aber als angestrebter Idealzustand sollte sie dennoch dienen. Und wenn sich jemand heute zum Ziel setzt, ein RPG-Forum zu einem einladenden Ort zu machen muss er sich über die obigen Probleme bewusst sein und entsprechende Schritte einleiten. Und ich fände es ehrlich gesagt sehr schade, wenn die Forenlandschaft noch karger würde, als sie es schon geworden ist, nur weil man sich vor diesen Problemen verschließt.

Und bitte, dies soll keinesfalls die Arbeit oder den Einsatz unzähliger Forenmacher und Forenmitarbeiter schlecht machen – so ist das nicht gemeint. Ich weiß, dass man das mitunter so auffassen kann. Gerade deshalb sage ich es so deutlich! Mir geht es einzig und allein darum, gewisse Beobachtungen (welche ich ja nichtmals alleine habe) festzustellen und zu kommunizieren.

Eclipse Phase zu Weihnachten

Posted: December 23, 2010 by infernalteddy in Uncategorized
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Bitteschön, als verfrühtes Weihnachtsgeschenk an euch biete ich in diesem kleinen Download folgende PDFs unter der CC-Lizenz:

  • Das Grundregelwerk von Eclipse Phase, zusammen mit der Errata
  • Die Dateien für den Spielleiterschirm
  • Die Abenteuer Glory und Mind the WMD
  • Die NSC-Sammlung NPC File 1 – Prime
  • Das Quellenbuch Sunward das sich mit dem Inneren Sonnensystem beschäftigt
  • Gatecrashing, das Quellenbuch über Reisen zu Extrasolaren Systemen

Den Download finet ihr HIER

  • Ich habe HIER eine ziemlich geniale Hilfestellung gefunden für jeden, der eine klassische “Hexcrawl Sandbox” aufbauen und leiten möchte. Ich vermute mal, einer der findigen Gentlemen / Gentlewomen von RSP-Blogs hat bereits schonmal drauf hingewiesen, aber es ist zu gut als das man es einfach ignorieren sollte. Ich werde dieser Tage versuchen mit dem Autor in Kontakt zu treten ob man das ganze übersetzen und als PDF anbieten könnte.
  • Der neue Teil von The Dungeon kommt heute noch, ich bin gestern zu nichts gekommen. Dafür wird es ein wenig größer als sonst, und – es ist der letzte Teil von Level 1! Ab nächster Woche geht es dann mit dem zweiten Level weiter. Gleichzeitig werde ich im Hintergrund die bisherigen Räume zusammenfassen, überarbeiten (Und ja, auch die Rechtschreibung korrigieren…), um neues Material ergänzen und auch die Karten neu zeichnen. Nächste Woche sollte auch (endlich) neues Settingmaterial kommen.

Shutting down The Forge?

Posted: November 3, 2010 by infernalteddy in Uncategorized
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Wie man hierhier und in typischer Yorkshire Terrier-Manier* auch hier nachlesen kann sieht es wohl so aus als würde Ron Edwards nach und nach The Forge “runterfahren” in etwas, was er als “Winter Stage” bezeichnet – für mich sieht es aus als würde er den Laden nach und nach einfach dicht machen wollen.

Man kann von Ron halten was man mag – ich mag ihn zum Beispiel nicht sonderlich – und man kann von The Forge und den dort gesponnenen Theorien halten was man will – mir ist der größte Teil dessen, was dabei rauskam ein wenig zu realitätsfern – aber was man nicht sollte ist den Stellenwert der Forge unterschätzen.  Ich weiß, das mag ein wenig seltsam klingen wenn ich eben noch sage es wäre realitätsfern, aber wartet einen Augenblick bevor ihr den Tab schließt. Viele neuere Rollenspiele, seien es ganz neue Spiele oder nur neue Editionen, haben von vielen Gedanken profitiert die von den Usern der Forge zuerst propagiert wurden. Man sieht einflüssen davon bei D&D 4th Edition, man sieht bei den ganzen FATE-Varianten Einflüsse, ich wage zu behaupten das in der nWoD auch was davon steckt, und ich bin mir sicher ihr könntet auch noch eine Liste – eine LANGE Liste zusammenbekommen wenn ihr wolltet.

Der zweite Faktor der für die Bedeutung der Forge spricht ist die Anzahl der kleinen und Kleinstverlagen die wir in den letzten zehn Jahren haben wachsen und gedeihen sehen. Es gab schon immer Small Press Publisher, keine Frage. Jeder der großen Verlage hat so angefangen. Und ja, die d20-Blase hat auch zum Entstehen und wachsen diverser Verlage geführt, ohne Frage. Aber wenn man sich die neue Generation an Publishern anguckt wie Luke Crane mit Burning Wheel (Noch jemand den ich nicht leiden kann übrigens), Evil Hat, Cubical 7 könnte man vielleicht hier auch aufführen, zum Teil auch die Retro-Macher die ihr material auch verkaufen, so sehen wir hier einen Einfluß der Forge: JEDER kann, wenn er will, ein Verleger sein. Man braucht keinen großen Verlag mehr hinter sich um erfolgreich zu sein.

Und das ist meiner unbescheidenen Meinung nach das wichtigeste, was uns The Forge gegeben hat.

* Mal im ernst – wenn ich mir den Pundit angucke weiß ich wo S aus B seine Manieren her hat… meine GÜTE…

Nicht nur schlechte Presse

Posted: October 9, 2010 by infernalteddy in Uncategorized

Gamer saves Girl

Thoughts on Heresy – Teil 2: Karriere Machen

Posted: October 5, 2010 by infernalteddy in Uncategorized
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Nachdem ich letztes mal meine wirren aber grundlegenden Gedanken zu Dark Heresy – oder, wie es auf deutsch genannt wird, Schattenjäger – von mir gegeben habe möchte ich heute mit euch über die Karrieren sprechen. Wie ich in meinem letzten Artikel schon erwähnt habe finde ich die Archetypen die man gewählt hat um die Karrieren zu bilden sehr gut gewählt, weil dadurch den Spielern der Einstieg in dieses doch ein wenig eigene Universum erleichtert wird. Während manche in den doch recht eng umrissenen Karrieren (“Klassen”) eine Einschränkung sehen, einen Nachteil sehe ich das nicht so – gerade für Einsteiger beziehungsweise als erstes Rollenspiel im 40K Universum sind die engen Karrieren ein Vorteil, weil sie dem Spieler ein klares Bild vermitteln was sein Charakter darstellt (Außerdem, wenn man sich die Verbesserungen und Wahlmöglichkeiten anschaut die man in den verschiedenen Karrieren erwerben kann fällt es schwer wirklich von “eng” zu reden, meiner Meinung nach…). Zudem das Imperium der Menschheit eine sehr strukturierte Gesellschaft darstellt und es schwerfällt eine andere Position einzunehmen wenn man eine bereits erreicht hat (Und wer WIRKLICH mehr Freiheiten braucht ist bei Rogue Trader wahrscheinlich besser aufgehoben, aber da sind wir noch nicht). Aber kommen wir zu den einzelnen Karrieren die uns das Spiel bietet:

Adept: Der Adept mag einem zunächst ein wenig fehl am Platz vorkommen als SC, vor allem in der brutalen Welt von Warhammer 40K. Allerdings handelt es sich bei Dark Heresy auch eher um ein investigatives Spiel – nicht so sehr wie es Cthulhu vielleicht sein kann, aber dennoch sind nachforschungen oft an der Tagesordnung, und es gibt keine Karriere die nict zugriff auf relativ günstige Kampfskills hat, wenn man sie denn haben möchte. Der Adept ist in einer Runde die eher Wert auf ein überlegtes Vorgehen legt bzw. die auch viel mit Nachforschungen sich beschäftigt unbezahlbar – Mit zugriff auf jede menge Wissens- bzw. Advanced Skills die mit Wissen zu tun haben kann der Adept im laufe einer Runde an fast jede Information drankommen die eine Gruppe braucht. Dementsprechend sehen auch die Karriereziele des Adepten aus – entweder wird er als Sage zur wandelnden Bibliothek (Leser der Eisenhorn-Trilogie mögen da an Amos denken), oder er wird sich als Magister im Auftrag seines Inquisitors in dunkle und verbotene Künste stürzen.

Arbitrator: Es gibt wohl wenige Karrieren die für die Arbeit für einen Inquisitor so vorherbestimmt sind wie die Arbitratoren, die auf den Welten des Imperiums die Gesetze des Imperators aufrecht erhalten. Vom Profil her sind Arbitratoren einer der kampfstärkeren Karrieren, ohne dabei aber dem Guardsman auf die Füße zu treten. Gleichzeitig verfügt er über genügend Nachforschungs- und Wissensfähigkeiten um zur not für einen Adepten einzuspringen. Und wer mag nicht Judge Dredd spielen? Arbitratoren sind Richter, Geschworene und Henker zugleich, und das spiegelt sich in ihren Spitzenpositionen wieder. Während der Lord Marshal als höherer Beamter auftritt und vielleicht sogar eine eigene Precinct unter sich hat, vielleicht auch eine Spezialabteilung ist der Justicar ein Einzelkämpfer, jemand der auf eigene Faust lozieht um die Bösen der Gerechtigkeit zuzufügen. Also was für die Dredd-Fans ;)…

Assassin: Mietmörder, Problemlöser, Mörder – all das und mehr kann ein Assassin der Spielgruppe bieten. Zusammen mit dem Guardsman ist der Assassin einer der tödlichsten Charaktere im Spiel, dabei aber eher auf einzelziele ausgelegt statt auf größere Gegnerzahlen. Von den steigerungen her ist der Assassin klar ausgelegt auf heimlichkeit, tödlichkeit und einigen anderen fähigkeiten  um die mischung besser abzurunden. Dem Spieler wird dabei gleichzeitig genug flexibilität zu lassen WIE er an seine Ziele geraten möchte (Wer übrigens Sniper cool findet sollte sich Ascension anschauen, wegen der Vindicare-Karriere…). Insgesamt ergänzt der Assassin sehr gut den Guardsman, beziehungsweise beitet einer Gruppe einen guten Schleicher. Die Höhepunkte der Karriere sind der Imperator-Mortis (Der Todesengel, ein Attentäter der Mord zu einer wahren Kunstform erhoben hat) und der Assassin Palatine (Der perfekte bezahlte Mörder, der nur noch für den imperialen Adel arbeitet).

Cleric: Einer der ikonischsten Gestalten des Imperiums ist der Priester des Gott-Imperators, der fanatisch mit wildem Haar der Armee vorausstürmt beim Kampf gegen Ketzer, Mutanten und Aliens. In Dakr Heresy kann der Cleric auch diese inspirierende, manische Figur sein, oder auch ein überzeugter, gläubiger Beichtvater und berater. Die aufgabe des Clerics innerhalb der Gruppe ist oft als Diplomat, sowohl von seinen Fertigkeiten her als auch seiner stellung innerhalb der Imperialen Gesellschaft, oder als ersatzkämpfer, denn jeder Diener des Imperators muss bereit sein sein Leben zu opfern. Diese beiden Philosophien spiegeln sich auch in den beiden Karriereenden wieder: Während der Hierophant als hoher vertreter der Ecclesiarcy den herrschenden Nahe steht und einfluss ausüben kann ist der Redemptionist ein fanatiker der mit Eviscerator-Kettenschwert und Flammenwerfer loszieht um die Unreinen zu läutern.

Guardsman: Ebenfalls ein gehorsamer Diener des Imperators ist der Guardsman, der Soldat der in den Reihen der Imperialen Armee steht und die Welten des Imperiums vor dem äußerem Feind schützt. Der Guardsman ist der Kämpfer unter den Karrieren in Dark Heresy, derjenige der mit einer vielzahl von Waffen – und den entsprechenden Fähigkeiten – allen Feinden des Imperators den garaus macht. Von den Möglichkeiten ist der Guardsman sehr … fokussiert, aber ganz ehrlich, wen wunderts wirklich? Nahkampf, Sturmangriff, schwere Waffen, der Guardsman bietet all das. Als endpunkte der Karriere stehen der Stormtrooper (Die Kommandosoldaten der Imperialen Armee, die Elite der Elite), der Commander (Mit anderen Worten ein befahlshabender offizier) und der Sniper (Habt ihr die Gaunt’s Ghosts-Reihe gelesen? Larkin.) zur verfügung.

Imperial Psyker: Wie diejenigen die sich ein wenig mit 40K auskennen bestätigen werden sind Psioniker in diesem Setting vieles, aber vor allem eines: Gefährlich. Der Psyker ist einer dieser lebenden Zeitbomben, denen man zutrauen darf durch die Straßen zu laufen ohne das sie gleich explodieren, sich in einen Dämonen verwandeln oder schlimmeres… Logischerweise sind die Steigerungsmöglichkeiten hauptsächlich drauf darauf ausgelegt die psionischen Kräfte des Charakters zu steigern (Ironischerweise ist er besser dran wenn er sie nicht nutzt, aber…).  Dennoch ist der Psyker auch in einem Feuergefecht nicht hilflos. Er kann anstreben ein Preceptor-Savant zu werden, eine mischung aus gelehrter und psioniker, der normalerweise einem Adligen oder Offizier zur seite steht, oder ein Scholar Empyrean, jemand der sein psionisches Talent WIRKLICH entfesselt hat…

Scum: Seien wir doch mal ehrlich, den Schurken gibt es überall. Han Solo, Harry Mudd, der Graue Mauser, und den Scum. Meistens kommt diese kleine ratte aus den tieferen Ebenen einer Makropole hochgekrochen, kennt jeden, kann alles besorgen und ist überhaupt unentbehrlich wenn man es mit den unterschichten der gesellschaft zu tun bekommt. Entsprechend sind auch die Fähigkeiten der Karriere bemessen, kampf, schleichen, soziales. Diese unbedeutenden Individuen können erwarten Gang Lord zu werden, Kopf einer eigenen Bande von Abschaum, oder Charlatan, Meisterdiebe die von sich behaupten den Primarchen die Unterhosen klauen zu können.

Tech-Priest: Die letzte Karriere im Grundregelwerk ist der Diener des Maschinengottes, dem angehörigen des Adeptus Mechanicus. Tech-Priester sind die geheimnissvollen gestalten die als einzige sich mit der hohen, fast vergessenen Technologie der Vergangenheit auskennen, und wegen ihren technologischen begabungen – und ihren kybernetischen Implantaten – gerne von Inquisitoren rekrutiert werden. Die steigerungen dieser karriere fokussieren hauptsächlich auf diese kerngebiete, technologie, wissen und Implantate, mit wenig andere Möglichkeiten. Am Gipfel seiner entwicklung ist ein solcher Diener des Omnissiah entweder ein Magos, einer der führenden Experten des Imperiums auf einem seiner Wissensgebiete, oder ein Magos Errant, einer der Technoarcheologen die losziehen um neue oder verlorene Technologien wiederzuentdecken.

Adepta Sororitas: Die einzige neue karriere aus dem Inquisitor’s Handbook wird nur für etwas erfahrene Spieler empfohlen, da es sinnvoll ist die Darstellung der Töchter des Imperators denen zu überlassen, die schon etwas mehr Hintergrundwissen vorweisen. Diese Nonnen teilen sich ungefähr zur Mitte ihrer Karriere in drei Orden auf, den Dialogos (Akademiker und Gelehrte), Hospitaller (Ärztinnen und Pfleger), und Militan (Die “Sisters of Battle” die man auch vom Tabletop her kennt, fanatische Kämpferinnen). Neben diesen unterteilungen und den dazugehörigen Talenten und Skills haben die Schwestern noch eine weitere Besonderheit: Pure Faith. Allein durch ihren fanatischen Glauben sind die Adepta Sororitas in der Lage, wunder zu vollbringen, sprich ihre Fate-Punkte einzusetzen um besondere Kräfte zu wirken.

So viel also zu unserer kurzen übersicht über die karrieren bei Dark Heresy. Unser nächst Ausflug ins 41. Jahrtausend wird sich mit den Grundzügen des Imperiums beschäftigen.