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Betreff: Blutschwerter

Posted: September 2, 2010 by infernalteddy in Uncategorized
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Nur für die zweieinhalb leute die es nicht mitbekommen haben und deswegen mit ihren Suchanfragen hier gelandet sind: Wir sind bis heute Abend down, da Hoffi heute vB4 aufspielt, und damit verbunden B! V5.0 startet. Ich hoffe, euch gefällt es, wir vom Team waren von der Vorabversion sehr angetan.

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Ich scheine ja mit meinem letzten Post einer kleine “Krise” der DSA-Landschaft knapp zuvor gekommen zu sein. Verzeiht also wenn ich den Gunst der Stunde zuvor komme und lieber noch ein wenig über DSA rede, statt über ein kleines Projekt das ich gerade ausarbeite. Genauer gesagt möchte ich eigentlich NICHT über DSA sprechen, sondern über ein Element des “Gesamtwerkes DSA”: Aventurien, das Setting (und meiner unbescheidenen Meinung nach das eigentliche Kernstück des Ganzen). Meine Frage ist, was müßte mit Aventurien passieren damit man das Setting wiederbeleben könnte? Eine seltsame Fragestellung, denkt ihr? Möglicherweise, aber meiner Meinung nach eine durchaus wichtige.

Wenn ich Aventurien als das Kernstück von DSA bezeichne, dann meine ich das durchaus so wie ich es sage: Das Regelsystem ist egal. Man könnte genauso gut Aventurien auf D&D portieren, oder Savage Worlds, oder GURPS, oder… Wirklich entscheidend ist das Setting und das damit verbundene Spielfeeling, zu dem die Regeln zwar beitragen, aber nicht wirklich entscheidend sind. Allerdings leidet Aventurien meiner Meinung nach mitterweile vor allem an drei Problemen:

  • Data Overflow: Natürlich sammelt sich im Laufe einer so langen Spielgeschichte eine Menge… nein, lasst mich das anders sagen, eine Menge Settinginformation an, die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Aventurien hat mitterweile einen Punkt erreicht bei dem es zu jeder erdenklichen und unerdenklichen Frage nicht nur eine Antwort gibt, sondern eine unerträglich lange und trockene Lexiconerklärung gibt. Damit geht aber auch die Überforderung und Einschüchterung der Einsteiger einher: Den Neueinsteigern wird das Gefühl vermittelt das man nur dann richtig DSA spielt, wenn man einige dutzend Lexica auswendig gelernt hat. Das dies nicht unbedingt zum Spielzuwachs beiträgt ist, denke ich, klar. Was kann man da tun? Entschlacken. Diesen riesigen Wulst an Daten durchkämmen wie ein Sieb, und radikal ausmerzen was davon nicht direkt Spielrelevant ist. Was kümmert es mich wie der Ur-, Ur-, Urgroßvater des örtlichen Barons hieß wenn ich eigentlich nur seine entlaufene Tochter finden will?
  • Abenteuer vs. Quellenband: Einer der ganz großen Sünden in meinen Augen ist die Art und Weise wie die sogenannte “Lebende Geschichte” von Aventurien vorangetrieben wird: die wertlosmachung der Regionalquellenbücher durch Abenteuer. Wenn ich ein Quellenbuch, auch eine Regionalbeschreibung, kaufe, dann will ich neben den ganzen Daten und Fakten vor allem zwei Dinge: Zum einen das ich einen Ist-Zustand geboten bekomme, auf den ich meine eigenen Abenteuer aufbauen kann (Oder auf dem die folgenden Kaufabenteuer aufsetzen), zum anderen das dieser Band nicht kurze Zeit später durch ein Abenteuer oder ein Roman komplett über den Haufen geworfen wird, und damit wertlos. Hat denn niemand aus den Sünden von TSR gelernt? Was kann man da tun? Hier ist die Lösung meiner Meinung nach recht einfach: Die Verzahnung des Metaplots in Quellenbücher, Abenteuer und Aventurischen Boten aufheben. Quellenbücher sollten einen Ist-Stand vorgeben, der Gültigkeit behält bis zum Erscheinen der neuen Version des Bandes, mit einem Verweis auf den AB. Die Kaufabenteuer sollten auf jeden Fall für sich stehen, und den Ist-Zustand nicht beeinflußen. Für die Spieler, die unbeindgt den aktiven Metaplot brauchen sollte dann der AB da sein, der auch nach herzenslust den Ist-Zustand ändern darf, bzw. Abentuer bietet um diesen zu ändern. Einfluß des Boten zwischen auflagen: Null. Aber er kann die grundlage der nächsten Edition sein.
  • Wir alle sind Weltretter: Es gab zu viele “Weltretter gesucht” Abenteuer bzw. Kampagnen in den letzten Jahren. Begonnen hat das Ganze eigentlich mit den Sieben Gezeichneten unter Schmidt/FanPro, und hat seid dem nicht mehr aufgehört. Dieses Problem ist Teil des zweiten Punktes, sollte aber meiner Meinung nach gesondert erwähnt werden. Durch diese Abenteuer wird gerne die komplette Welt auf den Kopf gestellt, vieles was früher für Teuer Geld gekauft und liebevoll bespielt wurde einfach hinweggewischt. Und das schlimmste ist, das die Spieler dabei noch nicht mal was daran ändern können, sondern zuschauen dürfen wie die coolen NSC/GMOC der Redaktion alles alleine erledigen. Rollenspiel ist kein Zuschauersport!

Ehrlich gesagt glaube ich persönlich das Aventurien dringend einen Neustart bräuchte: Einfach reinen Tisch, alles wieder auf Null, und das Setting von einem guten Startpunkt wieder aufgebaut, dabei auf Logik und innerer Zusammenhang achtend und dabei darauf achten die Spieler nicht zu entmündigen und die eigenen Produkte nicht völlig wertlos zu machen. Dieses neue Aventurien sollte dabei auch einsteigerfreundlich beschrieben werden, ohne eine wulst an alten Produkten und Artikeln die der arme Neuling für viel zu viel Geld auf Ebay ersteigern müßte. Aber Ulisses bzw. die Redaktion werden diesen Weg auf keinen fall gehen, zu groß ist die Gefahr die alten Fans zu verprellen. Das dabei die Neukundengewinnung auf der Strecke bleibt wird ignoriert.

Vor zehn Jahren war DSA die ideale Einsteigerdroge für Rollenspiel in .de – derzeit gibt es aber faktisch kein freunliches, einfaches Einsteigersystem auf .de, kein gegenstück zu WotCs D&D Essentials-Reihe. Wird es nicht langsam Zeit das sich jemand aus Deutschland dieser Lücke annimt?

I been a’thinkin…

Posted: July 19, 2010 by infernalteddy in Uncategorized
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Ihr wisst ja wie das ist. Man denkt sich “Hey, was mir zu meinem Blog noch fehlt ist so ein schickes kleines Forum, so wie der Setti auch eins hat”.  Und dann denkt man sich “Och nö, das lohnt sich doch eh nicht, so viel traffic erzeuge ich doch eh nicht das sich das lohnt.”

Aber wie wäre es, wenn mehrere kleine Foren sich zusammen tun, und gemeinschaftlich ein Forum nutzen? Mit einem Unterforum pro sich beteiligenden Blog, in dem der jeweilige Blogautor Moderator ist? Man hätte sein eigenes Forum, das man nach den eigenen Bedürfnissen leiten und moderieren könnte, müßte sich aber nicht groß um die technische Seite kümmern, und kann Diskussionen auch blogübergreifend führen.

So I sat down and set one up. Forum steht, kann unter dem Stichwort “Forum” links besichtigt werden, und wenn sich jemand aus der Blogosphäre sich beteiligen möchte – kostenfrei, versteht sich – soll er sich einfach bei mir melden.

Nachtrag: das Forum findet sich übrigens HIER

Nochmals wegen B!

Posted: March 23, 2010 by infernalteddy in Uncategorized
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Da uns rsp-blogs immer noch nicht führt: Blutschwerter.de wird von Google wieder als “Sauber” eingestuft, meldung hier

Eigentlich hatte ich vor, heute mal ein wenig über Tabletops und welche Verbindung für mich zwischen diesen und dem Rollenspiel bestehen, quasi als geheimnissvolles Foreshadowing für etwas, das ich euch am Freitag mitteilen wollte. Aber das wird warten müssen. Ich nehme an die Nachrichten über Catalyst haben mitterweile jeden erreicht der im Netz unterwegs ist, aber für diejenigen die in den letzten 24 Stunden keinen Kontakt zu ihrem Exocortex hatten hat Raben-AAS hier eine Zusammenfassung. lest es euch mal durch, und kommt dann wieder her, ich warte so lange auf euch.

So, wieder da? Alles gelesen? Schön. Naja, schön ist anders… Ich habe jetzt nicht vor, das Ganze nochmal durchzukauen, oder euch glauben zu lassen ich hätte neue, schockierende Kenntnisse und geheime Einsichten die sich doch nur als wilde Gerüchte von Big Purple erweisen – Ich weiß auch nicht mehr als ihr. Ich möchte eher über etwas anderes reden, nämlich darüber, was das jetzt für das SF-Genre im Rollenspiel bedeutet. Schauen wir uns zunächst mal das Portfolio von Catalyst Game Labs an, was machen die denn so? Battletech, Shadowrun, Eclipse Phase, Cthulhutech und (geplant) Leviathans. Daneben noch ein paar Brett- und Kartenspiele, aber für uns als Rollenspieler sind die oben Genannten die interessanten Sachen. Alles SF-Spiele. Gut, man könnte argumentieren das Shadowrun eher Science Fantasy ist, und manche Leute scheinen zu glauben das man Steampunk eher zu Fantasy stecken sollte (Schämt euch!), dennoch zeigt sich heir das Profil eine Verlags der innovative SF-RPGs veröffentlicht. Schauen wir uns die Reihen im einzelnen an:

Battletech:
Angefangen hat Battletech als relativ einfaches Brettspiel, inspiriert durch einige der ersten Anime-Serien die ihren durchbruch in den USA erlebten, vor allem Robotech. Das Spiel – ursprünglich mit dem Namen Battledroids bis George Lucas sich räusperte – war von FASA zunächst als nettes Spiel für Zwischendurch gedacht, überholte aber sehr schnell andere Hauseigene Spiele wie die Renegade Legion-Serie, und setzte FASA an die Spitze der RPG-Publisher die sich mit SF beschäftigten (Zumindest bis WEG die Lizenz für Star Wars an Land zogen). Im Laufe der Zeit wurde sowohl das System als auch das Setting immer weiter ausgebaut, und gehört heute zu den am detailiertest Rollenspielhintergründen die nicht auf eine bestehende IP basieren. Gleichzeitig ist es zusammen mit D&D die IP die am multimedialsten ausgebaut wurden (Kinofilm fehlt, aber dafür gab es die schicken simulatoren…).
Verlustwert: Mittel bis hoch. Unter Catalyst hatte sich Battletech gerade zu einer zweiten Renaissance hochgearbeitet. Dennoch ist Battletech im Tabletop/Strategie-Bereich nicht mehr die dominierende Macht die es vor 10-15 Jahren war. Rollenspielerisch wäre der Verlust sogar noch geringer, da keines der bisherigen Rollenspiele im Battletech-Universum besonders erfolgreich war. Allerdings ist es gerade dieses sehr umfangreiche Universum das diese IP besonders Wertvoll macht.
Chancen: Sollte Catalyst untergehen (Was ich weder hoffe noch erwarte) ist die Chance auf eine Wiederauferstehung eher gering. Battletech hat bereits eine lange Dürreperiode hinter sich, einen zweiten Tod könnte sich das Spiel vermutlich nicht leisten. Allerdings: die IP würde wahrscheinlich in form von weiteren Computerspielen wie die Mechwarrior- und Mechcommander-Reihen weiterleben.

Shadowrun:
FASAs Antwort auf Cyberpunk war lange Zeit DAS Zugpferd sowohl für den ursprünglichen Verlag als auch für die späteren Lizenzhalter wie Wizkids, FanPro und jetzt auch Catalyst. Es dürfte wenige deutsche Rollenspieler geben die keinen Kontakt mit diesem Spiel hatten. Catalyst hat die hervorragende überarbeitung und modernisierung konsequent fortgesetzt, die bereits unter FanPro US mit der 4. Edition begonnen hatte, und hat das ganze zudem noch in ein modernes, ansprechendes Gewand gepackt.
Verlustwert: Sehr hoch. Shadowrun ist – zusammen mit Rifts – der “Last Man Standing” der “Story-” oder “Atmosphere Games” der frühen Neunziger. Zudem ist es gerade in der deutschen Rollenspielszene eines der drei klassischen Einstiegsspiele und für viele das einzige SF-Rollenspiel das sie jemals spielen. Die logisch durchdachte, konsequent weiterentwickelte Hintergrundwelt, verbunden mit der mechanisch sehr guten 4. Edition des Regelwerks sind derzeit das einzige ernstzunehmende Cyberpunk-RPG – allerdings bewegt es sich lange nach dem Tod des literarischen Genres auch langsam in richtung Transhumanismus.
Chancen: Sehr hoch. Von allen Spielen die Catalyst im Stall hat ist Shadowrun dasjenige, das am ehesten von einem anderen Publisher aufgeschnappt werden dürfte. Zwar auch in .de nicht mehr die Lizenz zum Gelddrucken das es mal war, so dürfte diese Spiel dasjenige sein, das am ehesten wieder aus der Versenkung auftauchen dürfte.

Eclipse Phase:
Inspiriert von der neusten literarischen Strömung der SF-Literatur – dem Transhumanismus – und den Gedanken “wo könnte sich Shadowrun hinentwickeln” war Eclipse Phase für mich die größte Überraschung im Bereich SF in der Rollenspielszene seid… Dark Herasy? Mongoose Traveller? LUG Trek? Ein einfaches, sehr elegantes System, ein Setting das Postapokalypse, Transhumanisums und Horror ebenso einzigartig vermischt wie seinerzeit Shadowrun Cyberpunk und Fantasy, Eclipse Phase ist in jeder Hinsicht eines der innovativsten RPGs des 21. Jahrhunderts.
Zum Glück ist es nicht von Catalyst.
Verlustwert: Hoch. Eclipse Phase ist zwar noch nicht lange genug auf den Markt um sich als Marke etabliert zu haben, ist aber in mehrerer Hinsicht richtungsweisend. Zum einen wegen dem wirklich brillianten Setting – wir haben es hier mit einem der ersten RPGs zu tun die sich des Transhumanismus vollständig annehmen, auch hier kann man es eigentlich nur mit Shadowruns vor 20 Jahren vergleichen. zum anderen…
Chancen: Die Überlebenschancen für Eclipse Phase sind sehr hoch. Zum einen deshalb, weil es zwar von Catalyst verlegt und vertrieben wird, aber eigentlich Posthuman Studios gehört, die deshalb im ungünstigsten Fall sich entweder mit einem anderen Verleger einigen können, oder es sogar – zumindest elektronisch – selbst vertreiben können. Außerdem ist der komplette text und der größte Teil des Artworks unter eine Creative Commons Lizenz veröffentlicht worden, die es jedem erlaubt das Dokument zu kopieren und zu verbreiten (Allerdings nicht gegen Profit). Dennoch – oder gerade deswegen – hat sich Eclipse Phase sehr gut verkauft bisher…

CthulhuTech:
Auch bei CthulhuTech handelt es sich um ein Spiel das von Catalyst vertrieben wird, aber ausser haus entwickelt wird, in diesem Fall von Wildfire. CthulhuTech lässt sich am besten beschreiben als “Lovecraft meets NeonGenesis Evangelion. And the Old Ones are waking.” CthulhuTech wurde ursprünglich von Mongoose Publishing vertrieben, wechselte aber später auf Grund diverser Probleme zu Catalyst, und hat mehrere Preise sowohl für das Design als auch Setting und System gewonnen.
Verlustwert: Mittel. CthulhuTech ist ein deutliches Nischenprodukt das zwar sein Zielpublikum gefunden hat, darüber hinaus aber kaum Beachtung gefunden hat. Dennoch hat es in seiner Nische – “War is horror, war is hell” eigentlich nur das Warhammer 40K-Universum als konkurrenz.
Chancen: Ähnlich wie bei Eclipse Phase, außer das hier die CCL fehlt.

Zu Levithians kann ich – da das SPiel noch nicht erscheinen ist – logischerweise noch nichts sagen. Mich würde aber interessieren wie andere meine Analyse sehen.

Bezüglich Tanelorn

Posted: February 3, 2010 by infernalteddy in Uncategorized
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Wie ich gerade mitbekommen habe ist derzeit das Tanelorn-Forum auf unbestimmte Zeit “Down”. Da das Tanelorn den B!-Usern während unserer Downtime ein gemüdliches Ausweichquartier geboten haben lade ich hiermit die Tanelorner herzlich ein, sich mal im B! umzusehen, und hoffe, sie fühlen sich – egal wie kurzfristig – bei uns so wohl wie ich mich bei ihnen wohlgefühlt habe.

Review Update…

Posted: October 30, 2009 by infernalteddy in Uncategorized
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Der Stack wächst… Im moment arbeite ich an Little Fears Nightmare Edition (PDF). Direkt vom Autor, hat Priorität. Ich mochte das alte Little Fears, ich LIEBTE die deutsche Version, Kleine Ängste. Mal gespannt. Wenn ich es zeitlich schaffe mache ich dann SLA Industries fertig. Allerdings sind laut Skar gerade Scion: Demigod und Sundered Skies als Reziexemplare unterwegs, die haben dann erstmal Priorität. Nach den vier Dingen? Eigentlich Rifts, weil es die meisten Stimmen auf B!, aber im moment neige ich eher zu Dark Heresy aus persönlichem Interesse… And you guys think I’m lazy?