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[Friday Five For] Shadowrun 4

Posted: December 3, 2010 by infernalteddy in Friday Five For
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Thema: Kontakte für Los Angeles

 

Michael Dawkins, Anwalt für Medienrecht

Dawkins arbeitet für eine Reihe von kleinen Labels und Produktionsgesellschaften in L.A. Die noch unabhängig von den größeren Konzernen sind. Der größte Teil seiner Arbeit besteht darin, seine Klienten vor juristischen Angriffen seitens der großen Medienkons zu verteidigen, was meist auf juristische Tricks und ausnutzen Rivalitäten hinausläuft. Bisher musste er glücklicherweise nicht gegen Horizon antreten, fürchtet aber, es handelt sich nur noch um eine Frage der Zeit. Sowohl die Milano Mafia-Familie als auch ein Agent von Aztechnologies haben bereits ein Kopfgeld auf ihn angesetzt, da er ohne es zu wissen ihre Operationen durchkreuzt hat. Dawkins ist der Meinung, seine Kunden hätten auf Dauer nur eine Chance wenn sie sich zusammenraufen und fusionieren. Er spielt derzeit mit dem Gedanken, Runner anzuheuern um Druck auf die Studios zu machen damit sie seinem Plan zustimmen.

Connectionstufe: 4

 

Niclas Sorensen, Blogger und Sanitäter

Sorensen arbeitet nachts als Sanitäter und Rettungsfahrer für DocWagon in den goldenen Kreisen von Hollywood. Fast jede Nacht gibt es eine Party mit der Schickeria der Medienbranche, und fast jede Nacht muss ein Star oder Sternchen mit Platin-Vertrag von den „Chauffeuren mit Blaulicht“ abgeholt werden. Und wenn das passiert kann man es am nächsten Tag auf Sorensens Blog nachlesen, „Semi-Dead Celebs“. Natürlich betreibt Sorensen das Blog nicht unter seinem richtigen Namen, aber den richtigen – oder den falschen – Leuten ist schon aufgefallen das die Berichte (und manchmal auch die Bilder) nur von jemanden stammen können der direkt an der Quelle sitzt. DocWagon sucht verzweifelt nach dem Leck, und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis sie auf Sorensen stoßen, was bestenfalls seine Kündigung bedeuten würde. Unangenehmer wird es, wenn diverse Mediakons den Kerl in die Finger bekommen – anderseits ist da dieses Angebot von einem anonymen Journalisten, der unbedingt ein oder zwei mal mitfahren will…

Connectionstufe: 2

 

Susan Millerton, Samariter

Es gibt sie noch, Menschen, die anderen helfen wollen, auch im Jahre 2072. Susan Millerton ist so eine Person, eine Elfe die nach dem Tod ihres Mannes ein Vermögen erbte das sie jetzt einem guten Zweck zuführt. Das diffuse schlechte Gewissen das sie als Überlebende plagte trieb sie dazu an, mit ihrem Geld den Verein „Downtown Kitchens“ ins leben zu rufen. Dieser Verein betreibt in den Flüchtlingssiedlungen in und um Downtown Suppenküchen für die Obdachlosen, und hat damit den Menschen hier ein wenig Hoffnung zurückgebracht. Horizon ist auf diese PR-Möglichkeit natürlich aufgesprungen, und spendet jeden Monat beträchtliche Summen. Geld kommt natürlich auch über andere Kanäle rein – Millerton selbst kennt einige der „alten Familien“ in L.A. (unter anderem auch die Milanos), und sie richtet auch ein mal im Monat eine Gala aus, auf der Spenden von den Reichen und Schönen gesammelt werden. Leider ist allerdings Downtown Kitchens den Aufräum- und Aufbauplänen von Shiawase im Weg, und der verantwortliche Exec ist der Meinung, der Verein steht und fällt mit Susan Millerton…

Connectionstufe: 3

 

George Banks, Programmierer

Eigentlich ist George niemand wichtiges, und hat für keinen sonderliche Bedeutung. Er ist einfach nur ein Programmierer für Horizons MMO-Abteilung. Und eigentlich wollte er auch nie etwas anderes, aber da hat sein Chef ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dieser hat nämlich vor kurzem die Zugangsdaten zu den Konten für das Spiel „Die Schwerter des Blutes“ manipuliert, und jetzt bietet dieser den Zugang zu diesen Daten meistbietend an verschiedene Gruppen. George hat es nur mitbekommen weil er bei einer Routineüberprüfung der Sicherheit die Änderungen bemerkt hat. Das blöde ist nur, sein Chef weiß mittlerweile das die Katze aus dem Sack ist, und jetzt ist es ein Wettlauf gegen die Zeit – Kann sich George extrahieren lassen, oder wird ihm vorher ein „bedauerlicher Unfall“ passieren?

Conncetionstufe: 2

 

Richard Dravens, Polizist

Detective Dravens ist zusammen mit den Pueblo Sicherheitskräften nach L.A. gekommen, und möchte eigentlich am liebsten gestern wieder nach Hause. Er hasst die Stadt, er hasst die Politik, er hasst die Leute. Und wenn ein Troll in Uniform etwas hasst, dann bekommt seine Umgebung das meistens auch mit. Dravens arbeitet im Drogendezernat, einer Abteilung die unterbezahlt, unterbesetzt und überfordert ist, zumal viele der bekannteren Junkies und Dealer direkt oder indirekt unter dem Schutz der Milanos stehen – oder unter Horizons. Ihn juckt es immer wieder in den fingern wenn auf „Semi-Dead Celebs“ die neusten Bilder von Medienlieblinge zu sehen sind die sich mit einer Überdosis eine Freifahrt mit DocWagon verschafft haben, die er aber nicht zu fassen bekommt. Mitterweile nimmt er eine fast sadistische Freude daran, Drogendealer in den Flüchlingsbaracken um Downtown hochzunehmen, und seine Kollegen schauen weg wenn diese sich „der Verhaftung widersetzt haben“. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die Mafia oder die Yakuza sich dazu entschließen ihn aus dem Verkehr zu ziehen…

Connectionstufe: 2

 

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Na gut, heute mal kein Post zum thema “neue Editionen”, sondern wieder was zum Thema L.A. in the Shadows (Arbeitstitel zur geplanten Kampagne). Momentan arbeite ich an zwei Handouts für diese Runde, zum einen eine Vier-Seiten-Übersicht zum Thema Shadowrun (Einer meiner Spielerinnen hat mit dem System keine Erfahrungen, weswegen eine solche Übersicht sinnvoll ist), zum anderen eine Kurzübersicht “Was neue Runner in L.A. wissen sollten”, zusammen mit Anmerkungen und Hinweise darüber, welche Sonderregeln aus den Gelben Büchern benutzt werden, bzw. welche Ausrüstung und Optionen aus diesen Büchern zur Charaktererschaffung nicht zugelassen wird (Nicht viel, zugegebenermaßen. ich verlasse mich da auf den gesunden Menschenverstand meiner Spieler…).

Derzeit schweben mir drei Themen für die Runde vor:

  • Der schwelende Konflikt zwischen Horizon und Atzlan/Aztechnologies, mit dem PCC mittendrin. Die meisten Runs dürften direkt oder indirekt mit diesem Konflikt in verbindung stehen, und er ist auch sehr deutlich in Konzernenklaven vorgezeichnet. Hier kann man auch gut in alle Richtungen anknüpfen, von Matrixruns über Hinterhofschießereien bis hin zu Forschungsgruppen in den Tiefen Lacuna.
  • Die Nachwirkungen der Naturkatastrophen, die L.A. so gründlich verwüstet haben. Hier geht es mir mehr um das “persönliche Niveau”, sprich Freunde, Nachbarschaften und das Umfeld der Charaktere – wie gehen die Bewohner L.A.’s mit der Situation nach Erdbeben und Flut um, wie gehen die Charaktere damit um, versuchen sie die Situation zu verbessernm, oder denken sie nur an sich? Wie sich dieses Thema entwickelt wird natürlich ganz stark von den Spielern abhängen, wenn sie kein Interesse haben werde ich diesen Themenkomplex einfach ausblenden.
  • Dasa dritte Thema ist wieder etwas für mich typisches, der Versuch eines kleines Unternehmens sich nach oben zu Krallen, mit Hilfe der Charaktere. Es geht quasi darum, das die Aktionen der Spieler einfluß nehmen auf die Entwicklung eines “neuen Konzerns”, der Teil meiner Shadowrun-Welt werden kann.Wird zwar nicht im Vordergrund stehen, und am anfang wird dieser Strang vermutlich nicht oder zumindest kaum vom ersten zu unterscheiden sein, aber…

Naja, erstmal genug von meinen Plänen für diese (hoffentlich) bald zustande kommenden Runde. Am Sonntag werde ich ein paar Connections auf dem Abenteuer-Blog vorstellen, das wird (auch hier: hoffentlich) der Anfang einer Reihe von Elementen, mit denen ich L.A. ein wenig spielbarer machen möchte…

Letztens habe ich hier noch über meine Vergangenheit mit Shadowrun gesprochen, heute bin ich schon in der Planungsphase für eine neue Kampagne. Ich lese gerade die “Gelben Bücher” von Pegasus durch, entscheide welche Regeln ich zulassen möchte, welche Optionen ich erlaube, lege die Rahmenbedingungen fest, und überlege mir Dinge, mit denen ich meine Spieler fesseln kann. Für ein Setting habe ich mich auch schon entschieden: Los Angeles, aus Konzernenklaven. Zugegeben, L.A. war nicht meine erste Wahl – ursprünglich habe ich über Seattle und Groß-Frankfurt nachgedacht. Für Seattle spricht, das es DIE SR-Stadt ist, und es jede Menge Quellenmaterial gibt. Außerdem kennen die “Alten Hasen” der Runde sich in Seattle aus, und würden sich wahrscheinlich über ein Wiedersehen mit dem Sprawl freuen. Nachteil: Die Stadt ist – in meinen Augen – ausgelutscht. Been there, done that, das fasst ganz gut meine Einstellung zu Seattle zusammen. Groß-Frankfurt… für meine alten Hasen wäre Frankfurt eine Rückkehr zu alten Schandtaten, zu Frankfurt-Hoechst und einige gute und schlechte Erinnerungen. Nee, geht nicht. Von den Stadtbeschreibungen aus Konzernenklaven und Schattenstädte hat mir L.A. eigentlich am besten, zumal es Geheimnisse für alle biete, Magische, Technologische, Konzerne, und so weiter. Mit dem Konflikt zwischen Horizon und Aztlan (Mit dem PCC mitten drin) hat man auch schon einen schönen Hintergrund für Abenteuer und Konflikte, und die Tiefen Lacuna versprechen auch interessantes. Ihr seht also, L.A. hat einiges zu bieten. Gleichzeitig ist aber L.A. so “offen” ausgelegt das man als SL genug platz für seine Schöpfungen hat – etwas, was bei Seattle in meinen Augen nicht mehr der Fall ist.

Eigentlich würde ich gerne etwaiges Material das ich für die Runde erstelle auch auf dem Abenteuer-Blog präsentieren, aber ich weiß nicht ob dafür wirklich interesse besteht – schließlich gibt es ja mit Raben-ASS bereits eine gute Quelle für SR-Material in der deutschen Blogosphäre. Deshalb meine Fragen – hättet ihr daran interesse? Und wie denkt ihr über L.A. als Setting in Shadowrun? Wo sind eure Runden angesiedelt? Erzählt mir was drüber, entweder hier in den Kommentaren, oder im Blog-Forum